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Von Duisburg in die ganze Welt, Duisburg den 24.11.06 Animateure, Gästebetreuer und Reiseleiter stellen sich Tourismus-Mitarbeitern auf ihre Art in der “Alten Feuerwache” vor. Zwischen Party-Programm und Modenschau werden Vorstellungsgespräche geführt.
von Fabienne Piepiora
“Herzlich willkommen, jetzt geht die Party los”, begrüßt Chris Woyczikowski die Besucher in der Alten Feuerwache an der Friedenstraße mit einem strahlenden Lächeln. Der smarte Mülheimer ist einer von rund 40 ausgebildeten Reiseleitern, Animateuren und Gästebetreuern, die beim Bildungsträger “EPS” in Duisburg ausgebildet wurden. Nun veranstaltet die Schule gemeinsam mit dem Verein “Friends in Germany”, der jungen Arbeitssuchenden den Einstieg in die Tourismusbranche erleichern will, eine Vorstellungsrunde der etwas anderen Art. Die Gute-Laune-Bringer für die schönste Zeit des Jahres müssen tanzen, eine Modeshow organisieren und Party machen.
“Wichtig sind Teamgeist und soziale Kompetenz”, erklärt Erdmute Prokosch-Sander, Vorstand von “Friends in Germany”. 1500 Euro kosten die “Trockenübungen”, die auf den Job in den Urlaubsregionen vorbereiten soll. 50 Prozent der Kosten finanziert das Land. Der Rest wird vom Verein aufgebracht, wenn die Teilnehmer den Betrag nicht selbst zahlen können. Alle Absolventen, betont Prokosch-Sander, seien bisher vermittelt worden. Der Tourismussektor wachse stetig. Auch in Deutschland gebe es noch eine Menge Entwicklungspotenzial. “Das hat man während der Weltmeisterschaft gesehen. Viele Reisende wollen wiederkommen.”
Im Publikum sitzen an diesem Tag Vertreter von vielen Reiseanbietern, darunter Tui- oder Thomas Cook-Mitarbeiter. Sie begutachten den frisch ausgebildeten Nachwuchs und haben zwischen Modenschau und Tanz-Animation die Möglichkeit, mit ihnen ein Vorstellungsgespräch zu führen. Nicht nur Saison-Jobs werden vermittelt, sondern auch Stellen, bei denen die Bewerber im Winter arbeiten können. “Die meisten Jobs werden gut bezahlt”, räumt Erdmute Prokosch-Sander mit einem Vorurteil auf.
Chris Woyczikowski ist frohen Mutes, nach der Veranstaltung einen Job zu finden - er hat bereits eine Saison auf Mallorca geholfen und dort Kinderanimation abgeboten. Einen Wunsch-Einsatzort gibt’s für ihn nicht, die ganze Welt ist sein Ziel. “Ich mag es, Leute zu unterhalten.” Menschenkenntnis habe er schon. Vor seiner Ausbildung hat er übrigens auf einer Hospiz-Station gearbeitet.
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